Ask me anything

Ask me anything – auf gut deutsch „Frag mich irgendwas/alles“ – ist ein Format, das auf der amerikanischen Webseite Reddit populär wurde. Dort verfolgen über 18 Millionen Nutzer*innen, wenn berühmte oder ganz unberühmte Personen sich von der Internet-Community interviewen lassen. Das Konzept ist schnell erklärt: Alle Fragen sind erlaubt!

Das gilt auch für diese Seite:
Frage, was du mich schon immer fragen wolltest. Und ich antworte.

Nutze dafür die Kommentar-Funktion gleich unterhalb dieses Textes. Du musst dafür nirgends registriert sein – aber eine gültige Mailadresse angeben. Diese wird nicht veröffentlicht.

Da wir uns hier im öffentlichen Raum befinden, behalte ich mir vor, bei meinen Antworten diejenigen Informationen wegzulassen, die nicht in den öffentlichen Raum gehören.

2 Kommentare zu „Ask me anything

  1. Sehr geehrte Frau Estermann

    Als „Digitalisierungsforscherin“ bitte ich Sie um einen Kommentar zu meinem Leserbrief „Digitalisierung: Kinder vom Land benachteiligt“ (https://www.luzernerzeitung.ch/meinung/leserbriefe/kinder-vom-land-benachteiligt-ld.1150596). Zudem interessiert mich, wie die Grüne Partei dazu steht, dass die Telekommunikationsfirmen den seriösen Glasfaserausbau auf Sparflamme geschaltet haben und sich lieber mit der breiten Bevölkerung um 5G-Standorte streiten.

    Freundliche Grüsse

    Martin Huber

    Liken

    1. Guten Tag Herr Huber
      Danke für Ihre Frage zu einem unterschätzten Thema – oder besser gesagt zwei Fragen.
      Zur ersten: Ihr Leserbrief ist richtig und wichtig. Ich habe anlässlich des Smart-Village-Forums Ende August in Wolhusen Ihr Referat gehört und Sie haben die Problematik dort sehr anschaulich und ausführlich präsentiert. Für mich gehört eine schnelle Internetverbindung – bevorzugt Glasfaser und nicht 5G – zur Grundversorgung, welche der Staat für alle sicherstellen muss. Auch im Entlebuch. Denn ich gehe mit Ihnen einig: Für die Ausbildung ist es wichtig, dass Kinder überhaupt die Möglichkeit haben, digitale Instrumente zu nutzen (ohne zwei Stunden warten zu müssen, um ein Video herunterzuladen). Das Gleiche gilt natürlich für Firmen, für die ganze Bevölkerung. Eine leistungsstarke Netzverbindung ist die Grundlage für alle Smart-Village-Projekte. Der räumliche „Digital Divide“ darf nicht entstehen beziehungsweise muss wieder geschlossen werden.
      Zur zweiten Frage habe ich für eine kompetente Antwort kurz mit Michael Töngi Kontakt aufgenommen. Er vertritt die Grünen in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen. Und Ihre Anfrage betrifft vor allem Fragen, die auf nationaler Ebene behandelt werden. Er schreibt:
      „Im Rahmen der Revision des Fernmeldegesetzes vom September 2018 bis März 2019 haben die Grünen mehrere Minderheitsanträge von Thomas Hardegger unterstützt, die im Gesetz einen Vorrang für kabelgebunden Verbindungen gegenüber Funkverbindungen festschreiben wollte. Leider wurden diese Anträge von allen bürgerlichen Parteien abgelehnt. Das Parlament hat mit einer Motion verlangt, dass in der Grundversorgung die Geschwindigkeit erhöht werden muss https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20163336. Diese wurde angenommen. Leider haben wir aber gerade von den Vertreter*innen der Bergregionen wenig Unterstützung um Druck auf ein Glasfasernetz auch in die kleineren Ortschaften zu machen. Ihnen ist die Geschwindigkeit wichtiger als der Transportweg.
      Wir haben mit der Liberalisierung der Netze einen falschen Weg eingeschlagen. Das Netz sollte wie bei der Strasse oder Bahn dem Staat gehören oder einem staatlich kontrollierten Unternehmen und dann auf dieser Infrastruktur der Wettbewerb stattfinden. Wir haben eine paradoxe Situation, dass der grösste Teil des Netzes der Swisscom gehört, die in Konkurrenz zu den anderen Anbietern steht. Das ergibt unmögliche Konstellationen. Nun, es waren nicht die Grünen, die diese Art von Liberalisierung wünschten und durchgesetzt haben. Jetzt die Netze zurückzukaufen und in eine nationale Anstalt (oder was auch immer) überzuführen, ist leider nicht möglich. Ich habe mich beim Eintreten beim Fernmeldegesetz etwas darüber ausgelassen (https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/amtliches-bulletin/amtliches-bulletin-die-verhandlungen?SubjectId=44442#votum4).“
      Die Einschätzungen von Michael Töngi teile ich.
      Konnte ich Ihre Fragen beantworten? Sonst gerne nachhaken.
      Und: Ich freue mich, dieses Thema mit Ihnen anlässlich anderer Debatten fortzuführen.

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s