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Während meines Masterstudiums – Soziologie und Medienwissenschaft an der Universität Basel – tauchte ich tief ein in Analysen und Überlegungen zu Medien und Wissenschaft im digitalen Zeitalter.

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Ab Frühling 2017 genoss ich das Privileg, während fast vier Jahren die Gesellschaft im digitalen Wandel zu erforschen: An der Universität Luzern befasste ich mich in meiner Dissertation mit Datenjournalismus. Darunter versteht man journalistische Arbeit (Praktiken) auf der Grundlage von digitalen Daten; deren Sammlung, Auswertung und Visualisierung. Im Februar 2021 habe ich meine Dissertationsschrift „Mit den Daten sprechen“ eingereicht, im Herbst 2021 werde ich sie verteidigen.

Zusammen mit drei weiteren Forschenden der Universität Luzern war ich Teil des Projekts „Facing Big Data: Methods and skills needed for a 21st century sociology“. Insgesamt befassten wir uns mit der Frage nach den Auswirkungen von „Big Data“ auf die Felder der Soziologie, der Data Science und des Datenjournalismus.

Big Data erweitert die Möglichkeiten, wie wir die Welt sehen und Wissen darüber gewinnen können. Ich habe zu diesem Thema bereits einen Weiterbildungsworkshop gestaltet. Im Frühlingssemester 2021 lehrte ich an der Universität Luzern ein Seminar zu Datenvisualisierungen als Grammatik der digitalen Daten.

In meiner politischen Arbeit setze ich mich dafür ein, dass wir den digitalen Wandel nutzen und so gestalten, dass er Menschen und der Natur zugute kommt. Mit überwiesenen Vorstössen im Kantonsrat habe ich bewirkt, dass der Kanton die Chancen des digitalen Wandels auf dem Land angeht, dass er Open Government Data einführt und dass er sich überlegt, wie er dank digitalen Formaten die demokratische Partizipation erhöhen kann. Luzern braucht eine umfassende Digitalstrategie. Ich bin Mitglied der Kerngruppe, welche die überparteiliche Parlamentsgruppe „Digitaler Wandel“ leitet.

Innerhalb der GRÜNEN bin ich Teil der Arbeitsgruppe Netzpolitik der GRÜNEN Schweiz und der Arbeitsgruppe für freundliche(re) Maschinen der GRÜNEN Luzern.

Wichtige Arbeit für die Grundrechte in der digitalen Gesellschaft leistet der gleichnamige Verein – deshalb unterstütze ich ihn seit 2021 als Vorstandsmitglied. Ich koordiniere zudem das netzpolitische Zmittag in Luzern und co-leitete bereits dreimal Workshops am Winterkongress – 2019 zu Algorithmen in unserer Gesellschaft, 2020 zu Leitplanken für Digitalkonzerne und 2021 zu digitaler Nachhaltigkeit. Aus diesem Workshop ist eine Gruppe entstanden, welche für die Digitale Gesellschaft und die WOZ eine „Anleitung zur digitalen Nachhaltigkeit“ schreibt.

Im Dezember 2019 war ich Teil von „Karl Digital #6“ zum Thema Klima, wo einen interaktiven Workshop leitete, der fragte: Was bleibt nach dem Buzzword-Bingo eigentlich von „Digitaler Nachhaltigkeit“ übrig?